Sicherer, bequemer und wirksam gegen Steuerhinterziehung: Vieles scheint für eine Abschaffung des Bargeldes zu sprechen. Der Ökonom Daniel Stelter sieht das anders. Den Befürwortern gehe es nur darum, ein Schuldenproblem zu lösen – auf Kosten der Sparer.
Daniel Stelter ist sich sicher: Es gibt auf der Welt nicht zu viel Erspartes, sondern zu viele Schulden. Damit widerspricht der Unternehmensberater Experten wie dem ehemaligen Chefökonomen der Weltbank, Larry Summers. Dieser hatte dafür plädiert, das Bargeld abzuschaffen und negative Zinsen zu erheben – zur Ankurbelung der Wirtschaft. Dann könnten die Menschen, so Stelter, ihr Geld nicht von der Bank abheben und zu Hause bunkern: „Negative Zinsen sollen dazu dienen, die Gläubiger – also die Sparer – offen zu enteignen zugunsten der Schuldner, damit die in der Lage sind, ihren Schulden irgendwie nachzukommen.“
Bis zu 5.000 Milliarden Euro Schulden werden nicht mehr ordentlich bezahlt
Nach Angaben Stelters gibt es in der Euro-Zone schätzungsweise…
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